Die Chirologie (von Chiro = Hand und Logos = Vernunft oder Lehre) ist eine uralte, auf Erfahrung und Beobachtung aufgebaute Wissenschaft, die auch in der Medizin (beispielsweise zur Diagnose oder in der Akupunktur) und in der Psychologie (Ausdruckspsychologie, Berufs- und Arbeitspsychologie, Konstitutionshand) Beachtung findet.
Der Ursprung der Chirologie ist nicht eindeutig belegt. Es liegen jedoch auf allen Kontinenten Spuren vor (Handabdrucke auf Felswänden, Texte), die teilweise mehrere tausend Jahre alt sind. Aristoteles, Paracelsus, C.G. Jung und Charlotte Wolff (Ärztin und Psychologin 1897 - 1986) haben sich mit der Chirologie auseinandergesetzt.
Unsere Hände stehen, obschon sie nur einen geringen Teil der Körperoberfläche einnehmen, über Nervenbahnen mit einem verhältnismäßig großen Teil des Gehirns in steter wechselseitiger Verbindung. Charaktereigenschaften, Lebensweise, Erfahrungen und einst gefällte Entscheidungen lösen Impulse im Gehirn aus. Diese werden über Nervenverbindungen in die Hände geleitet und prägen sich dort ein. Die meisten Merkmale wandeln sich im Laufe des Lebens genauso wie der Handeigner selbst, jedoch bleiben die Papillarmuster bis zum Tod unverändert.
Keinesfalls ist in der Hand ein unabänderliches Schicksal eingeprägt! Der Mensch besitzt den freien Willen, seine Lebensweise oder den einst eingeschlagenen Weg innerhalb gegebener Grenzen jederzeit zu ändern.
Eine professionelle Handanalyse ist stets Teil eines psychologischen Beratungsgespräches und hat nichts mit Wahrsagerei zu tun. Ziel ist es, bislang unerkanntes Potential bewusst zu machen sowie Handlungsalternativen und Wege zur persönlichen Weiterentwicklung aufzuzeigen. Dabei werden Form und Beschaffenheit von Händen, Fingern und Nägeln genauso wie Linien und Papillarmuster gedeutet.
Ziel der Handanalyse ist es, die Entscheidungsfindung zu unterstützen, bislang unbewusstes Potential zu erkennen und Wege zur persönlichen Weiterentwicklung aufzuzeigen.
Methodenbeschreibung (c): Brigitte Brun-Fässler